Datenschutzerklärung für den Chatbot: Diese Punkte gehören hinein
Was ein KI-Chatbot in Deiner Datenschutzerklärung verlangt, was der BlueBranch Chatbot im Browser speichert und ein Textbaustein als Ausgangspunkt.
Ein Chatbot mit KI-Modell aus der Cloud ist schnell eingebaut. Datenschutzrechtlich beginnt die Arbeit danach: AVV, Drittland, Rechtsgrundlage, Transparenz.
Von BlueBranch GmbH

Ein Chatbot, der Besucherfragen mit einem großen Sprachmodell beantwortet, ist technisch in einem Nachmittag eingebaut. Datenschutzrechtlich fängt die Arbeit dann erst an. Wer als Betreiber einer Website einen KI-Dienst einbindet, übernimmt Pflichten, die mit der Technik nichts zu tun haben, aber über Abmahnung oder Aufsichtsverfahren entscheiden können. Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten ein.
Sobald der Anbieter eines KI-Dienstes im Auftrag Deines Unternehmens personenbezogene Daten verarbeitet, brauchst Du einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO. Die IHK Frankfurt nennt den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) deshalb als erste Pflicht beim Einsatz von KI. Die Kanzlei Heuking schreibt in einem Fachbeitrag vom 3. April 2025 sogar, dass bei einer Auftragsverarbeitung „zwingend“ ein Vertrag mit dem KI-Anbieter geschlossen werden müsse, der einen DSGVO-konformen Schutz auch tatsächlich sicherstellt.
Personenbezogene Daten stecken schneller in einer Chat-Frage, als man denkt: ein Name, eine Bestellnummer, eine Telefonnummer. Du kannst nicht ausschließen, dass Besucher sie eintippen. Also gilt der Chatbot als Verarbeitung personenbezogener Daten.
Sitzt der Modellanbieter oder werden Daten in einem Rechenzentrum außerhalb der EU verarbeitet, greifen die Regeln zur Drittlandübermittlung (Art. 44 ff. DSGVO). Heuking weist ausdrücklich darauf hin, dass sie auch gelten, wenn nur Meta- oder Telemetriedaten übermittelt werden. Nötig ist dann ein Angemessenheitsbeschluss oder geeignete Garantien, in der Regel Standarddatenschutzklauseln.
Für die USA kommt das EU-US Data Privacy Framework in Betracht. Heuking rät aber zur Vorsicht, weil der Beschluss angegriffen wird. Wie der Stand ist, fassen wir im Beitrag Data Privacy Framework: Berufung beim EuGH anhängig zusammen.
Jede Verarbeitung braucht eine Rechtsgrundlage, und Besucher müssen vorab informiert werden (Art. 12 ff. DSGVO). Wie die Rechtsgrundlage aussieht, ist in der Praxis nicht einheitlich. eRecht24 sieht die Einwilligung als zentrale Grundlage und empfiehlt eine aktive Zustimmung per Opt-in zu Beginn der Unterhaltung, ein einfacher Cookie-Hinweis genüge nicht. Je nach Einsatz kommen auch das berechtigte Interesse oder vorvertragliche Maßnahmen in Betracht. Das entscheidest Du für Deine Website, am besten mit Deiner oder Deinem Datenschutzbeauftragten.
Wie ernst Aufsichtsbehörden Transparenz und Rechtsgrundlage nehmen, zeigt der Fall OpenAI: Die italienische Behörde Garante verhängte im Dezember 2024 ein Bußgeld von 15 Millionen Euro, unter anderem weil Nutzerdaten ohne ausreichende Rechtsgrundlage zum Training von ChatGPT verarbeitet wurden und Informationspflichten verletzt waren. Der Fall betraf OpenAI als Betreiber von ChatGPT selbst, nicht Betreiber von Websites. Er zeigt aber, worauf Behörden schauen.
Warum wir uns so entschieden haben und was das technisch bedeutet, steht im Beitrag Lokale KI statt Cloud.
Auch mit eigenem Modell bleibst Du als Betreiber der Website verantwortlich: AVV abschließen, Datenschutzerklärung ergänzen, Rechtsgrundlage festlegen, den Chat als KI kennzeichnen. Die vollständige Liste steht in der Checkliste für Websites, die technischen Zusagen auf der Seite DSGVO & AVV.
Was ein KI-Chatbot in Deiner Datenschutzerklärung verlangt, was der BlueBranch Chatbot im Browser speichert und ein Textbaustein als Ausgangspunkt.
Sprachmodell, Vektorsuche und Spracherkennung laufen auf einem dedizierten Server bei Hetzner. Das kostet Planung, bringt aber Datenschutz und verlässliche Antwortzeiten.
Ein Chatbot, der aus Deinen Inhalten antwortet, ist ein RAG-System. Die Aufsichtsbehörden haben dazu eine Orientierungshilfe geschrieben, mit klaren Hinweisen zur Trennung der Daten.
Jetzt starten
Registrieren, API-Schlüssel erzeugen, Erweiterung installieren: Die kostenlose Stufe genügt zum Ausprobieren. Den AVV nach Art. 28 DSGVO schicken wir Dir auf Anfrage.